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Mit Eröffnung der Main-Weser-Bahn am 25. Juli 1850 wurde auch der Bahnhof Niederwalgern eröffnet. Schnell siedelten sich Betriebe im Bahnhofsgebiet an, was zu einem wirtschaftlichen Aufschwung der Ortschaft führte. Das im Backsteinbau mit Zierklinker vom Bahnarchitekten Hentzen entworfene Empfangsgebäude verfügte über eine Fahrkartenausgabe mit Gepäckabfertigung, einen Dienstraum und zwei Wartesäle für die 1. und 2. sowie für die 3. und 4. Wagenklasse. Im linken Anbau gab es eine Post, die später als Güterschuppen diente. Dieser Anbau wurde später durch eine Bahnhofsgaststätte erweitert, die ab 1970 als Warteraum mit Kiosk genutzt wurde. Der einstöckige Anbau auf der rechten Seite erfolgte wesentlich später. Das Empfangsgebäude befand sich in Insellage. Am 12. Mai 1894 eröffnete die Aar-Salzböde-Bahn den Bahnbetrieb nach Weidenhausen. Die Gesamtstrecke wurde am 15. Juli 1901 fertiggestellt. Dadurch bedingt nahm der Personenverkehr deutlich zu. Im Bahnhof befand sich ab 1919 ein mechanisches Stellwerk, dass 1984 durch das Heutige ersetzt wurde. In den 1980er Jahren demontierte die Deutsche Bundesbahn Teile der Gleisanlagen und Oberleitungen. Der Güterverladung im Güterbahnhof wurde ebenfalls eingestellt. 1992 fuhr der letzte Güterzug den Bahnhof an und das Empfangsgebäude wurde geschlossen und steht leer. 2001 stellte die Deutsche Bahn AG den Personenverkehr auf der Aar-Salzböde-Bahn ein und reduzierte die Gleisanlagen auf vier Gleise. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.
Z Bahnhof iel
Die Eisenbahn “kam” am 25. Juli 1850 nach Niederwalgern. Also 15 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Niederwalgern hatte zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Einwohner (Ende 2015 waren es 7.083 Einwohner). Niederwalgern ist ein Ortsteil von Weimar (Lahn).
Bilder Niederwalgern
Luftaufnahme
Main-Weser-Bahn
PANORAMA Niederwalgern
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