EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Rotenhain von der Gleisseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Auch die „Oberwesterwaldbahn baute man in mehreren Teilstrecken. Auf dem vorletzten Bauabschnitt von Hachenburg über Westerburg nach Hadamar (Preußen) begann der Eisenbahnbetrieb am 1. Oktober 1886. Die 65,1 Kilometer lange Gesamtstrecke von Limburg nach Au (Sieg) wurde am 1. Februar 1887 in Betrieb genommen. Der ursprüngliche Name der Bahnstation war Rotzenhahn, benannt nach der gleichnamigen Burg in der Gemeinde. Von dem ersten Stationsgebäude, das mit Eröffnung der Strecke 1887 errichtet wurde, ist leider nichts bekannt. Der Hautgrund zur Einrichtung eines Bahnhofs war die Bildung von Schotterzügen aus dem Werk der Basalt AG. Dafür gab es sogar ein eigenes Anschlussgleis.

Das Empfangsgebäude Rotenhain

Der einstöckige, kubische Putzbau von 1968 mit rundum leicht schräger auskragender Dachplatte besaß einen verglasten Stellwerksraum, der leicht aus der Gebäudeflucht hervorsprang, um dem Fahrdienstleiter ein gutes Sichtfeld zu geben. Ein kleiner Warteraum mit Fahrkartenschalter, ein Güterboden mit einer Seitenrampe auf dem Hausbahnsteig sowie einer Kopframpe an der nördlichen Hauswand vervollständigten die Räumlichkeiten. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1937 wurde die Station in Rotenhain umbenannt. 2018 wurde das Stationsgebäude stillgelegt und an die „Arbeitsgemeinschaft Mechanische Stellwerke e. V.“ verkauft. Was hat sich verändert, was ist geblieben Ein typisches Stationsgebäude aus den 1950/60er-Jahren in dieser Größe ist ein seltenes Zeugnis für den Bau von Eisenbahnhochbauten im Nachkriegs-Deutschland. Das Gebäude wird heute als Bahnhofsmuseum genutzt und steht unter Denkmalschutz.
Planung und Konzession Oberwesterwaldbahn Limburg (Lahn) Altenkirchen Ww

Bahnstation Rotenhain

Bahnhof um 1968
Luftaufnahme
Bilder Rotzenhahn
Bahnhof um 1968