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Die Eröffnung des 23,33 km langen Teilstücks der linken Rheinstrecke von Weißenturm nach Koblenz war am 15. November 1858. Die Konzession besaß die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft. Ein Haltepunkt wurde erst 1870 eingerichtet und 1876 baute man den Bahnhof Urmitz. Im Empfangsgebäude befanden sich eine Fahrkarten-, eine Gepäck- und eine Expressgutabfertigung. In den seitlichen Anbauten waren der Warteraum und eine Bahnhofsgaststätte. Im Bahnhof gab es zwei Stellwerksgebäude und einen Güterschuppen, der noch heute existiert. Auch in Urmitz gab es Bimssteinvorkommen, die bereits 1845 abgebaut wurden. 1855 begann die Herstellung von Bimssteinen. Ab dem Jahr 1862 wurden jährlich bis zu 300.000 Bimssteine hergestellt. Die Bimssteinindustrie erlebte durch die Eröffnung der linken Rheinstrecke und den Bahnhöfen Weißenturm und Urmitz einen rasanten Aufschwung. Der Bimssteinfabrikant Johann Elingshausen baute seine Villa unmittelbar neben dem damaligen Bahnübergang neben dem Empfangsgebäude. Zwischen 1916 und 1918 baute die Reichsbahn die Urmitzer Eisenbahnbrücke mit Fußgängerstegen über den Rhein. An ihr wurde 1935 der Haltepunkt Urmitz-Rheinbrücke eröffnet. Nach 1945 gab es einen großen Aufschwung der Bimssteinindustrie. Das Empfangsgebäude ist in seinen Konturen erhalten geblieben und war, wie häufig bei der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, ursprünglich weiß verputzt. Bei allen Fenstern und Türen wurden die Rundbögen entfernt. Dadurch ging die Charakteristik des Gebäudes verloren. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz und wurde 2013 für ein “Bahnhofsfest” von der Stadt Mülheim-Kärlich renoviert. Der Bahnhof befindet sich in der unmittelbaren Nähe zum stillgelegten Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich.
Urmitz
Bilder Urmitz
Luftaufnahme
Linke Rheinstrecke
Z Bahnhof iel
Bahnhof 1899
Bahnhof 1899 Villa am “Bahnübergang”
PANORAMA
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