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Wesel
Wesel bekam am 20. Oktober 1856 die lang ersehnte Eisenbahn von Dinslaken nach Emmerich. Mit der Eröffnung der Strecke bekam Wesel ein "Baracken- Bahnhöfchen" aus Holz. Erst 1881 wurde dann das Nachfolgegebäude, ein Holzfachwerkgebäude errichtet. 1874 eröffnete die Strecke von Haltern nach Bocholt. Am 6. November 1914 eröffnete die Kleinbahn Wesel-Rees-Emmerich den Betrieb nach Rees. Die Kleinbahn konnte zu diesem Zeitpunkt nicht bis zum Staatsbahnhof fahren, dass die Preußischen Staatseisenbahnen dies aus strategischen Gründen untersagten. Das Empfangsgebäude überstand den Bombenhagel der Alliierten, brannte aber im November 1945, als der Krieg vorüber war, vermutlich durch Brandstiftung völlig aus. Danach diente erst ein provisorisch errichtetes Gebäude aus Hohlblockstein als Bahnhof. Bis zum 8. Juli 1955 entstand das heutige Bauwerk mit neuem Busbahnhof. Von 1951 bis 1966 war Wesel Endpunkt der Kleinbahn Wesel- Rees-Emmerich. Die Endstation lag vor dem Empfangsgebäude. 1974 stellte die Bundesbahn die Verbindung Venlo - Haltern ein und baute die Gleise zurück. Seit 2002 steht das Gebäude leer.
Bilder Wesel
Bahnhof von 1881
Luftaufnahme
Bahnhof von 1881 Architektur der 1950er und 1960er Jahre
Am 8. Juli 1955 eröffnete das Empfangsgebäude in Ziegelbauweise nach den Entwürfen von Erich Eickemeyer. Im Stationsgebäude waren ein kleines Hotel mit 10 Betten und eine Gaststätte mit Kegelbahn jeweils rechts und links neben der verglasten Schalterhalle untergebracht. Das Stationsgebäude ähnelt denen von Borken und Emmerich.
Die Eisenbahn “kam” am 20. Oktober 1856 nach Wesel. Also 21 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Wesel hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 10.000 Einwohner (Ende 2013 waren es 60.070 Einwohner).  
Hollandstrecke
Z Bahnhof iel
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