EINE DOKUMENTATION
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Planung und Konzession Der Bau einer Eisenbahnverbindung von Zwischenahn nach Leer (Ostfriesland) lehnte die  königliche hannoverische Regierung ab. Erst durch die Annexion des Königreiches Hannover durch Preußen wurde der Bau der Ost- West Bahn möglich. Nachdem Preußen und Oldenburg einen Vertrag über den Bau der Strecke durch Ostfriesland am 17. Januar 1867 unterzeichnet hatten, ging die Konzession am 5. März 1869 zum Bau und Betrieb der Strecke an die Oldenburgische Staatseisenbahnen (G.O.E) “(Oldenburgisches Gesetzblatt Jahrgang 1867 XX Band 6. Stück Seite 16). Bau und Eröffnung Die 55,01 km lange Ost-West Bahn von Oldenburg (Oldb.) nach Leer (Ostfriesland) wurde von Baurat Ernst Bueresch zweigleisig geplant. Im Januar 1868 begannen auf preußischer Seite die Bauarbeiten in Detern (Ostfriesland). Im November 1868 erreichte die Eisenbahnstrecke Apermarsch und im Dezember 1868 Apen. Die feierliche Einweihung der Strecke im Beisein des Großherzogs Nikolaus Friedrich Peter mit seiner Gemahlin Elisabeth fand am 28. Mai 1869 mit einem Sonderzug statt. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Leer und Bad Zwischenahn erhielt der Ort Ocholt sein erstes Empfangsgebäude. Die Gemeinde Westerstede wurde nicht an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Ausbau des Bahnhofs Die Gemeinde Westerstede wollte ebenfalls einen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Sie gründete die „Ocholt-Westersteder Eisenbahn- Gesellschaft“. Die Konzession wurde am 22. Dezember 1874 erteilt. Die Bauarbeiten begannen im März 1876. Am 1. September 1876 begann auf der schmalspurigen Bahnstrecke nach Ocholt der Eisenbahnverkehr. Als Stationsgebäude Westerstede diente die Gastwirtschaft von Friedrich Oetkens, die sich später Bahnhofshotel nannte. Ein Umbau der Schmalspur- in eine Normalspurstrecke begann am 27. März 1903. Der erste Zug fuhr am 1. November 1904. Danach begannen die Bauarbeiten für neue Empfangsgebäude in Ocholt und Westerstede. Um 1906 eröffnete das, im damals populären „Burgenstil“ gebaute, Stationsgebäude in Westerstede. Am 1. Oktober 1906 eröffneten die „Großherzoglich Oldenburgischen Staatseisenbahnen“ die Bahnstrecke von Cloppenburg nach Ocholt. Sie wird heute nur noch als Museumsbahn genutzt. Das Empfangsgebäude in Ocholt entstand 1911 zusammen mit einem Personentunnel zu den zwei Bahnsteigen. Die  Abgänge waren durch Treppenhäuschen geschützt. Hinter dem Stationsgebäude gab es einen Güterschuppen. An der Schrankenanlage wurde ein mechanisches Stellwerk gebaut. Was hat sich verändert Die Postkarten der Schmalspurbahn und des Bahnhofs Ocholt 1915, sind unterschiedlich. Das alte Empfangsgebäude Ocholt, ist auf der Abbildung der Schmalspurbahn zu sehen. Es war wesentlich einfacher gehalten und stammt aus dem Jahr 1869. Es wurde 1906 durch das neue Gebäude ersetzt. Link zum Bahnhof Ocholt in den 1960er Jahren (Nordwest Zeitung). 1977 entstand anstelle des alten Stationsgebäudes von 1911 der heutige Zweckbau. Damit verschwand auch das Wahrzeichen von Ocholt. Der Bahnhofsname wurde im gleichen Jahr in Westerstede-Ocholt geändert. Ocholt ist heute ein Stadtteil von Westerstede.
Bilder Westerstede-Ocholt
Bahnhof Ocholt 1915
Bahnhof Westerstede um 1920
Bahnhof Ocholt 1915 Bahnhof Westerstede um 1920 Westerstede-Ocholt
Luftaufnahme
Die Eisenbahn “kam” am 28. Mai 1869 nach Westerstede-Ocholt. Also 34 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Westerstede-Ocholt hatte zu diesem Zeitpunkt wenig Einwohner (Ende 2016 waren es 22.399 Einwohner).  
Z Bahnhof iel Schmalspurbahn in Ocholt um 1905 PANORAMA
Oldenburg (Oldb) - Leer (Ostf)
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