EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Wiehl von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Wiehl Bahnstation Wiehl
Bahnhof um 1900
Luftaufnahme
Bilder Wiehl
Bau und Streckeneröffnung Die eingleisige „Wiehltalbahn“ wurde am 21. April 1897 von Osberghausen nach Wiehl von den Königlich Preußische Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) in Betrieb genommen. Auf dem zweiten und letzten 23,6 Kilometer langen Teilstück zwischen Wiehl und Waldbröhl begann der Eisenbahnbetrieb am 15. Dezember 1906. Die Bahn wurde hauptsächlich zum Transport von Grauwacke und Holz genutzt. Das Empfangsgebäude Wiehl Das asymmetrische, zweistöckige Stationsgebäude im Heimatstil war ein giebelständiger Typenbau mit einem traufenständigen, zweistöckigen und einem traufenständigen, einstöckigen Seitenflügel. Das Gebäude besaß Satteldächer mit Spitzgauben, die durch aufwendige Schwebegiebel mit reichem Holzzierwerk versehen waren und den Dachüberhang abstützten. Im einstöckigen Seitenflügel befand sich ein Wartesaal. Im Erdgeschoss gab es einen Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie Diensträume. Im Obergeschoss befand sich die Wohnung des Bahnhofsvorstehers. Neben dem Wartesaal gab es einen Güterschuppenanbau aus Fachwerk mit Seiten und Kopframpe. Das Stationsgebäude besaß zwei umlaufende Gurtgesimse zwischen den Stockwerken. Die Gleisanlage bestand aus drei durchlaufenden Gleisen mit einem Bahnsteig und einem Abstellgleis zum Güterschuppen. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1938 wurde das zu kleine Empfangsgebäude und der Güterschuppen umgebaut und vergrößert. Der zweigeschossige Seitenflügel wurde in gleicher Flucht des Mitteltrakts verlängert. Das Erdgeschoss erhielt einen Strukturputz, das Obergeschoss eine Verkleidung aus Schiefer. 1965 ist der Personenverkehr auf der „Wiehltalbahn“ eingestellt worden. Der Güterverkehr auf der „Wiehltalbahn“ wurde bis 2010 von einigen Privatbahnen betrieben. Die Gleise im Bahnhof wurden bis auf das Streckengleis zurückgebaut. Seit November 1998 hat der „Förderkreis zur Rettung der Wiehltalbahn e. V.“ die Strecke gepachtet. Der Güterschuppen wurde nach 2000 abgerissen, um einen Kreisverkehr mit Bahnschranken einzurichten. Im Sommer 2005 wurde die öffentliche Güterverkehrsstelle Wiehl reaktiviert. Sie wird für die Holzverladung genutzt. Am 8. April 2013 begannen die Umbauarbeiten am Stationsgebäude und der Gleisanlage. Zwei neue Bahnsteige wurden errichtet und die Gleise entsprechend umgestaltet. Das Bahnhofsumfeld wurde erneuert. Dabei entstand ein Busbahnhof mit Wartehalle. Seit dem 25. Februar 2015 verkehrten mehrfach Triebwagen der DB Regio NRW auf der Wiehltalbahn. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude von 1938 wurde verkauft und saniert. Es wird heute von einem Restaurant genutzt.
Bahnhof um 1900 Planung und Konzession Wiehltalbahn Osberghausen Waldbröl PANORAMA 195,0