EINE DOKUMENTATION
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Planung und Konzession Die ersten Überlegungen zum Bau einer Eisenbahnstrecke von Wuppertal- Barmen über Remscheid-Lennep nach Köln-Deutz durch das obere Wuppertal gab es bereits 1844. Sie wurde jedoch verworfen. Die erste Stichbahn von Barmen über Lennep nach Remscheid wurde zwischen 1865 und 1868 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (BME) gebaut. Das obere Wuppertal mit ihren Industriebetrieben fand dabei keine Berücksichtigung. Dies erkannte die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft (RhEG) und beantragte eine Konzession für eine Streckenverbindung von Köln ins Bergische Land. Diese wurde durch preußisches Gesetz am 21. Mai 1883 erteilt (preußische Gesetzsammlung Jahrgang 1883 Nr. 15 Seite 86). Da die RhEG als auch die BME zum 1. Januar 1880 verstaatlicht wurde, war jetzt die Preußische Staatseisenbahn für den Bau und Betrieb zuständig. Bau und Eröffnung Der Bau der Wuppertalbahn unterteilte sich in drei Teilstrecken. Am 1. März 1886 wurde der 5,43 km lange Abschnitt Remscheid-Lennep - Krebsöge eröffnet. Es folgte die 3,94 km lange Strecke Krebsöge - Dahlerau (Radevormwald) am 1. Dezember 1886. Die Strecke nach (Wuppertal) Beyenburg wurde am 1. November 1888 in Betrieb genommen. Für den Bahnbau wurden Wanderarbeiter aus Italien, Belgien und Polen beschäftigt. Die Bahnstrecke erforderte viele Kunstbauten und veränderte die Landschaft grundlegend. Die letzte Verbindung von Beyenburg nach Wuppertal-Langerfeld und weiter nach Rittershausen verzögerte sich durch den Bau des Beyenburger Tunnels und einem anschließenden Viadukt über die Wupper bis zum 3. Februar 1890. Das Empfangsgebäude war ein schieferverkleidetes Fachwerkhaus im typisch bergischen Baustil mit zahlreichen Verzierungen durch Sägemuster und Rauten. Schon 1888 stellte sich heraus, dass der Bahnhof durch das enorm angestiegene Verkehrsaufkommen zu klein war. 1890 begannen umfangreiche Ausbauarbeiten. So wurde der Hausbahnsteig verlängert und ein Gleis zur Versorgung der Lokomotiven gebaut. 1906 entstand ein Mittelbahnsteig mit Personentunnel und ein Stellwerksanbau am Stationsgebäude. Über dem Treppenabgang baute man eine Durchgangshalle, die mit den Warteräumen verbunden war. Daran angeschlossen waren die Aborte und ein Gebäude für die Gleisbaurotte. Der Güterschuppen wurde von 14 auf 29 Meter verlängert. Das Empfangsgebäude wurde um eine Bahnhofsgaststätte erweitert. Im Bahnhof gab es eine Rampe für Kopf- und Seitenbeladung sowie eine Gleiswaage. 1934 wurde direkt hinter dem Aborthäuschen ein Lokschuppen gebaut. Was hat sich verändert, was ist geblieben Bereits 1955 begannen die ersten Rückbaumaßnahmen der Gleisanlage. Ende der 1960er Jahre entfernte man den Lokschuppen. 1970 wurde die Expressgutabfertigung eingestellt. 1979 entfernte man das Stellwerk und die Signale im Bahnhof. Der Mittelbahnsteig wurde geschlossen und der Treppenabgang zum Personentunnel abgedeckt. 1987 verkaufte die Deutsche Bundesbahn das Gebäude. 1988 stellte die Stadt Wuppertal die Bahnhofsbauten unter Denkmalschutz.
Wuppertal-Beyenburg
Bilder Beyenburg
Bahnhof um 1902
Luftaufnahme
Bahnhof um 1902 Litho von 1892
Litho von 1892
PANORAMA Z Bahnhof iel
Wuppertalbahn
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