EINE DOKUMENTATION
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Bahnhof um 1915
Luftaufnahme
Bilder Hermesdorf
Bahnhof um 1915 PANORAMA Wiehltalbahn Osberghausen Waldbröl

Bau und Streckeneröffnung

Die eingleisige „Wiehltalbahn“ wurde am 21. April 1897 von Osberghausen nach Wiehl von den Königlich Preußische Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) in Betrieb genommen. Auf dem zweiten und letzten 23,6 Kilometer langen Teilstück zwischen Wiehl und Waldbröhl begann der Eisenbahnbetrieb am 15. Dezember 1906. Die Bahn wurde hauptsächlich zum Transport von Grauwacke und Holz genutzt.

Das Empfangsgebäude Hermesdorf

Das asymmetrische, traufenständige Stationsgebäude aus Grauwacke im Heimatstil errichtet, besaß ein auffälliges, weit nach unten unten gezogenes, schieferbedecktes Walmdach mit Fledermausgauben. An Gleis- und Ortsseite war jeweils ein Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt), angebaut worden. Die Türen und Fenster besaßen Werksteinrahmen aus rotem Sandstein. Das Gebäude vermittelt den Eindruck eines einstöckigen Bahngebäudes, ist aber zweistöckig. In einem Anbau befand sich ein Güterschuppen. Im Erdgeschoss gab es einen Warteraum, einen Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie eine Bahnhofsgaststätte. Im Obergeschoss war eine Wohnung für den Bahnhofsvorsteher eingerichtet worden. Der Trennungsbahnhof hatte sechs Gleise mit einem Hausbahnsteig sowie einen Mittelbahnsteig, der über eine hölzerne Schienenabdeckung erreichbar war. Die Weichen und Signale wurden von einen Stellwerksraum im Stationsgebäude gesteuert.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Die „Wissertalbahn“ wurde in zwei Teilabschnitten in Betrieb genommen. Das erste 11,1 Kilometer lange Teilstück von Wissen (Sieg) nach Morsbach wurde am 1. Oktober 1890 eröffnet. Die 7,2 Kilometer lange Verbindung von Hermesdorf nach Morsbach und damit die Gesamtstrecke ist am 1. Oktober 1908 in Betrieb genommen worden. 1945 wurde der Personenverkehr auf der „Wissertalbahn“ eingestellt. 1965 ist der Personenverkehr auf der „Wiehltalbahn“ eingestellt worden. Der Güterverkehr auf der „Wiehltalbahn“ wurde bis 2010 von einigen Privatbahnen betrieben. Die Gleise im Bahnhof wurden bis auf die zwei Streckengleise zurückgebaut. Seit November 1998 hat der „Förderkreis zur Rettung der Wiehltalbahn e. V.“ die Strecke gepachtet.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Empfangsgebäude wurde verkauft und vom neuen Eigentümer saniert. Es befindet sich in einem guten Zustand und steht unter Denkmalschutz.
Planung und Konzession 305,0 Im Bau