EINE DOKUMENTATION
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Bau und Eröffnung Die 29,8 km lange „Unterwesterwaldbahn“ von Staffel nach Siershahn wurde am 30. Mai 1884 eröffnet. Die Strecke diente hauptsächlich zum Abtransport von Ton und Basalt aus den umliegenden Tagebauen. Ab 1884 übernahmen die „Preußischen Staatseisenbahnen“ die Strecke. Der Personenverkehr war marginal. Das Empfangsgebäude mit zwei Anbauten lag außerhalb des Ortes und war, wie im Westerwald üblich dreistöckig und aus Bruchstein errichtet worden. Das Dach wurde mit Schiefer gedeckt. Ein Fachwerkanbau diente als Güterschuppen. Der Bahnhof verfügte über zwei Durchfahrgleise mit einem einfachen Mittelbahnsteig und vier Abstellgleisen, die hauptsächlich für das Verladen von Basalt aus den umliegenden Basaltbrüchen benötigt wurde. Die Verladerampe lag abseits hinter dem Güterschuppen. 1960 errichtete die Deutsche Bundesbahn vor dem flachen Anbau einen neuen Stellwerksraum. Der Güterschuppen wurde dann zusammen mit dem Stellwerksanbau verputzt. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude ist vollständig erhalten geblieben. Das Fachwerk des Güterschuppens wurde verputzt. Das neue Lagerhaus zwischen Güterschuppen und Rampe stammt aus der heutigen Zeit.
Bilder Steinefrenz
Luftaufnahme
Planung und Konzession
Die Eisenbahn “kam” am 30. Mai 1884 nach Steinefrenz. Also 49 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Steinefrenz hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 400 Einwohner (Ende 2017 waren es 14.620 Einwohner). Steinefrenz gehört heute zur Verbandsgemeinde Wallmerod.